Ginkgo – Ein Baum als Symbol für ein langes Leben

Der Ginkgo gehört wahrscheinlich zu den ältesten Pflanzen, die heute auf unserer Erde leben. Den ursprünglich aus Japan und China stammenden Baum gibt es schon seit über 270 Millionen Jahren. Damit ist er älter als die Menschheit und wird zu Recht als „lebendes Fossil“ bezeichnet. Der Ginkgo-Baum, der die lateinische Bezeichnung „Ginkgo biloba“ trägt, ist auch an vielen Orten Deutschlands zu finden.

Dabei ist der Ginkgo vor allem für seine Widerstandsfähigkeit bekannt.

Die Bäume können sehr alt werden. Exemplare mit einem Lebensalter von mehr als 1.000 Jahren sind keine Seltenheit. Das liegt in der Natur des Baumes: Er ist relativ unempfindlich gegenüber Krankheiten, Insekten, Luftverschmutzung und anderen schädlichen Einflüssen. Deshalb wird der robuste Baum häufig an Straßenrändern und auf Großstadtplätzen gepflanzt.

In Tokio überstand im Jahre 1923 ein von Ginkgo-Bäumen umgebener Tempel das verheerende Feuer nach einem Erdbeben. Die Bäume gerieten nicht in Brand, wodurch der Tempel vor den vernichtenden Flammen geschützt wurde.

In Hiroshima überlebten einige Ginkgo-Bäume die schlimmen Folgen des Atombomben-Abwurfs.

So ist es kein Wunder, dass der äußerst robuste und langlebige Ginkgo-Baum schon seit Jahrtausenden das Interesse von Medizinern weckt. Die ältesten volks-medizinischen Überlieferungen stammen aus seiner Heimat aus China und Japan. Dort haben Zubereitungen aus den Blättern oder Samen des Baumes eine seit Jahrtausenden bestehende medizinische Tradition.